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                                     Wildkräuterwanderungen

                                                          & Geomantische Exkursionen


____________________________________________________Sonstiges

Die Vielblättrige Lupine

Lateinischer Name: Lupinus polyphyllus


Lupinen gehören zu den Schmetterlingsblütlern. (Fabaceae)

Ursprünglich ist die vielblättrige Lupine in Nordamerika beheimatet.

Unsere Gärten ziert die Lupine seit dem 18 Jhd. und ist inzwischen

bei uns verwildert.

Früher wurde die Lupine "Wolfsbohne" lat.lupus <Wolf> genannnt.

Wohl wegen ihrer bräunlich-grauen Behaarung der Hülsenfrucht.

Inzwischen gibt es Züchtungen für die Landwirtschaft als Gründünger und als Bodenverbesserer. Sie reichern den Acker mit Stickstoff an, und die Wurzeln arbeiten sich durch verdichteten Boden.

Lupinensamen besitzen viel Eiweiß. Sie werden in der genießbaren Zuchtform

im Handel angeboten z.B. als Mehl, Milch, Snack oder getrocknet als

Kaffeeersatz. Die Gartenlupine enthält ungenießbare Inhaltsstoffe (Lupinin).

Lupinen gibt es in vielen schönen Farbvarianten, und sind daher

gern gesehene Gäste in unseren Gärten.


Foto: Meine Namensvetterin, die Lupine

Tipp zum Sammeln von Wildkräutern!


Wildkräuter zu sammeln & zu verzehren liegt in Ihrer Eigenverantwortung.

Bitte Informieren Sie sich bei Ihrer Stadt/Region ob, und wieviel gesammelt werden darf.

Sammeln Sie nur Pflanzen die Sie gut kennen und 100% bestimmen können.

Bitte nur vereinzelt Pflanzenteile entnehmen, keine ganzen Bestände.

Dort, wo nur vereinzelte Exemplare vorkommen, bitte stehen lassen.

Sammeln Sie immer nur so viele Pflanzen wie Sie auch verwenden für den Eigenbedarf.

(Man spricht von einer Hand voll!)

Naturschutzgebiete sind immer tabu!

Pflücken Sie keine Pflanzen die unter Naturschutz stehen!

Nicht an belasteten Stellen sammeln, wie viel befahrene Straßen, auf und an Tier-Weiden (Spritzmittel,Wurmbefall) Hundegassi Strecken. Vermeiden Sie Feldränder - wegen der hohen Pestizidbelastung!

Nur an sonnigen Tagen sammeln, und keine Wurzeln entnehmen.

Denn wir wollen uns ja auch im nächsten Jahr an der Pflanzenwelt erfreuen!

Vielen Dank

Indisches Springkraut

lat. (Impatiens glandulifera)


Das indische Springkraut, auch drüsiges Springkraut genannt gehört zur Familie der Balsaminengewächse und kommt ursprünglich aus dem Himalayagebiet.

Verhasst und verschrien von vielen Naturschützern als invasiver Eindringling, der unsere heimische Natur verdrängt.

Das indische Springkraut ist einjährig und verbreitet sich mit Hilfe von bis zu 4000 Samen pro Pflanze die mehrere Meter weit springen können. Mit wenig Gegenliebe wird es zertreten, oder einfach umgehauen.

Doch da erwacht sein Überlebenswille und die Pflanze treibt erneut Wurzeln an den Sprossenden aus.

Sie ist eine wahrhaft imposant Pflanze, sie wächst rasch heran und kann bis zu 3m hoch werden. Sie profitiert von unseren meist stark überdüngten Böden. Ihre vielen würzig duftenden Blüten locken unzählige Insekten an, die sich an dem reich vorkommenden Nektar erfreuen.

Unsere Insekten haben im Spätsommer kein großes Nahrungsangebot mehr und hungern oft, das Springkraut ist daher eine wichtige Futterpflanze. Davon profitieren auch unsere Vögel, wenn es genug Insekten gibt.

Aus eigener Erfahrung:

Wenn ich früher im Sommer oft die Windschutzscheibe meines Autos reinigen mußte, finde ich heute kaum noch Insekten vor.

Mit ein Grund, warum ich die Vögel am Haus und Garten inzwischen das ganze Jahr über durchfüttere und in meinem Garten statt Rasen, eine artenreiche Blumenwiese angelegt habe.


Das Springkraut trägt zurecht den Familiennamen Balsaminen, denn es ist wahrhaft Balsam für die Haut z.B. bei Hautreizungen & Insektenstichen. Zudem können die Blüten z.B. zu Gelee und Sirup verarbeitet, oder in Essig einlegt werden. Die rot/rosa Blüten geben dabei Ihre schöne Farbe ab. Siehe Foto in der Galerie!

Dazu kann aus den nussig schmeckenden Samen noch Leckeres für die Küche gezaubert werden.


Wer kennt schon den höheren Plan, wozu uns dieses vitale, sprunghafte Kraut geschickt wurde?

Interessant ist doch, daß das Springkraut (Impatiens) auch für unser Seelenheil sorgt in Form unserer Bachblüten.

Es kann uns vor überschießenden Reaktionen bewahren und Geduld und Verständnis fördern.



Ein wahrhaft starker Pflanzengeist der uns da geschickt wurde!

Die Pyramideneiche

Lateinischer Name: Quercus robur fastigiata


Sie wird auch Säuleneiche genannt, und stammt von der uns bekannten Stieleiche ab.

Die Äste der Pyramiden- oder Säuleneiche wachsen steil aufrecht zum Himmel.

Sie sind Raritäten und wurden früher in Botanikerkreisen hoch gehandelt.

Die "Schöne Eiche" bei Babenhausen soll wohl die älteste Pyramideneiche in Deutschland sein.

Sie hat ein Alter von etwa 600 Jahren, zudem sollen alle in Europa stehenden Säuleneichen von dieser einen

Eiche abstammen!

Der Erfolg aus Eicheln oder Setzlingen Pyramideneichen zu ziehen ist gering, weil aus den meisten Eicheln sich normale Eichen entwickeln. Die Eigenschaft zum Pyramidenwachstum ist nur im Erbgut von wenigen Samen (ca.2%) enthalten.

Die hier gezeigte Pyramideneiche fand ich auf Rügen, ein Prachtvoller Vertreter seiner seltenen Art.

Gepflanzt wurde sie um 1835.

Die Wahner Heide bei Köln

Die Wahner Heide liegt zwischen Köln und Siegburg, und bietet zahlreichen bedrohten Pflanzen und Tieren einen Rückzugsort.

Bei einer meiner Erkundungen durch die Heide, begegnete ich dem auf der roten Liste stehenden Rundblättrigen Sonnentau. (Drosera rotundifolia) siehe Bild unten.

Diese Art besitzt auf seinen Blättern ein klebriges, glänzendes Sekret, mit dem sie Insekten fangen können. Da diese Art meist auf feuchten, aber nicht dauernassen, sauren Boden angewiesen ist, und Nähstoffe dort Mangelware sind, bezieht sie diese aus den gefangenden Insekten. Die Gefährdung dieser Art liegt darin begründet, das ihre Lebensräume immer mehr verschwinden, und eine Renaturierung der Sonnentauarten wohl bisher nicht gelungen ist.


Nicht nur ein Highlight an diesem Tag, nein, gleich daneben wächst eine zweite bedrohte Art, der Bärlapp (Lycopodium).

Siehe gleiches Bild - hellgrüne Pflanze, um die Sprossachse wachsen nadelartige Blätter.

Früher bedeckten haushohe Wälder unsere Kontinente, die man heute noch in Millionen alten Ablagerungen sehen kann.

Heute findet man Bärlapp nur noch an vereinzelten speziellen Lebensräumen vor.

Unsere Vorfahren in der Jungsteinzeit haben den Bärlapp schon zu nutzen gewusst, das Sporenpulver wurde für ein magisches Feuerzauber-Ritual genutzt, und in der Volksheilkunde hatte diese Pflanze Bärenkräfte. "Bären- Kräuter" waren Pflanzen, in denen unsere Vorfahren besonders starke Heilkräfte sahen.

Ein herrliches Gedicht von einer lieben Kräuterwander - Teilnehmerin

Darüber freue ich mich sehr.

Herzlichen Dank!


Das Sonntagswandern – sonnige Träume

Unterm Dach bunternder Bäume

Von St. Margareta zum Pillebach

Wächst die Kaukasische Federnuss in aller Pracht

Japanischer Knöterich

Ist auf Wachstum sehr erpicht

Er weitet sich

Und breitet sich

Unterirdisch – drei Meter tief

Das ist der Zauber den man rief

Selbst das Springkraut macht er platt

Weil er ernormes Wachstum hat


Dann hinauf in die „Gelben Berge“

Ohne Seil und Kletterzwerge

Dort fanden sich Braun- und Nelkenwurz

Ich weiß dir sind die Namen schnurz


Maiengrün, gelb beblühtet

Mit Saft welchen das Schöllkraut hütet

Soll Warzen vertreiben

Kann ockergelbe Farbe verteilen


Das Marienhäuschen am Schützenplatz

Wurd’ auf einer heiligen Quelle geplatzt

Die immer noch im Tiefen grummelt

Bis sie wieder ausgebuddelt

Aberwitzig, tausende Glückskäfer aller arten

Sich um dieses Häuschen scharten

Keiner weiß woher die Invasion gekommen

Sie haben das Häuschen einfach übernommen


Dann noch ein Kuchenbrot

Mit Bucheckern und Nüssen

Und ein Brotaufstrich mit Eichelschrot

Gesunde Liköre zum begießen


Gunde Sander